Freitag, 4. Mai 2012

Alltag

Bullirennen im Kleinen: Zwei Fahrradfahrer lassen sich gegenseitig nicht überholen. Schon oft beobachtet, genauso wie das Gerangel um den besten Startplatz an der Ampel. Das irre schnelle Trampeln von dem Typen gestern, graue Haare unterm Helm, hohen Gang eingelegt, wollte unbedingt als Erster wegkommen. Hektischer Blick über die Schulter hätte noch gefehlt, nach hinten, nach den Verfolgern.
Am Morgen durch eine Gruppe Jugendlicher an der Bushaltestelle geradelt; mich daran erinnert, wonach Schule auch roch: Nicht nur nach Kreidestaub und Turnschuhbeuteln, sondern auch nach den verschiedenen Parfums, die alle irgendwann anfingen zu benutzen, nach dem ganzen Haarstylingzeugs und Deos. Sehr intensiv.
Zweiter Flashback an dieser Stelle: Wie voll mein Rucksack immer war, wenn ich das Sportzeug mitnehmen musste. Im regelmäßigen Albtraum „Abitur nochmal machen müssen“ die regelmäßige Erleichterung: Aber in der 13 wenigstens kein Sport mehr.
Später am Tag eine geschäftliche E-Mail mit dem Betreff: „Antworten auf Fragen“. Wunderschön. Gleich mal als Titel für das fünfte Buch vorgemerkt.

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