Montag, 7. Mai 2012

Im Kino: Tomboy

Regie: Céline Sciamma. 
Der besorgte, über den Schmerz seines Kindes bekümmerte, im Grunde hilf- und ratlose Vater, der am Bett seiner weinenden Tochter sitzt. Meine mich daran zu erinnern, wie das war, manchmal, mit mir und meinem Vater. Mit mir und meiner Mutter sicher auch, aber mit dem Vater ist das Bild gleich da. Und das Gefühl, dass die Eltern einen nicht verstehen, nicht verstehen können, und auch nichts tun können. So werden wir dereinst an den Betten unserer Eltern sitzen, schoss es mir auf dem Heimweg durch den Kopf. 
Das Alter, in dem die Kinderkörper sich noch so gleichen. Das Alter, in dem man schon ganze Tage draußen verbringt, aber zu Hause immer noch ab und zu Daumen lutscht, die Nähe der Eltern sucht, sich ankuschelt. Viele schöne Szenen von Kindern unter sich in diesem Film, ohne große Bedeutungsaufladung oder Verklärung. Lange nicht so gesehen. 

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