Samstag, 13. Oktober 2012

Hm.


Auf dem Rückweg vom Geldautomaten mir zwei Cheeseburger geholt, im Weitergehen verspeist, im derart beseelten Zustand mal versucht, ernsthaft darüber nachzudenken, wovor ich denn eigentlich Angst habe, wenn ich nun meinen Job kündige. Davor, dass ich dann nie wieder einen finde. Oder nur einen schlechter bezahlten. Oder einen, der meiner Selbstachtung noch weniger zuträglich ist (sagt man: abträglich?) als der jetzige. Dass ich verarme, und zwar innerhalb weniger Wochen, achwas: Tage. Dass ich mit dem, was ich eigentlich machen will, niemals erfolgreich sein werde. Nicht erfolgreich genug jedenfalls. Dass ich dann nur noch zuhause sitze, mit Menschenangst. Während alle anderen mit ihrer bereits im Kindergarten begonnenen Karriere – alle außer mir selbstverständlich damals schon gewusst, wohin es gehen soll, und dieses Ziel mit Ehrgeiz verfolgt – an mir vorbeiziehen, bald unerreichbar sind mit dem ganzen Geld, das sie verdienen, und den ganzen Sachen, die sie sich leisten können und sich absurderweise auch leisten, Schreibtische für 4000 Euro und für die Kinderlein ausschließlich Kleider von Petit Bateau. Zuhause dann hingesetzt, um eine Liste zu erstellen: auf der einen Seite die Sorge, auf der anderen Seite das vernünftige Gegenargument. Ha, als würde meine Psyche sich durch solche Tricks besänftigen lassen; ich verliere sofort die Geduld. Nochmal raus, um einen Sekt zu kaufen für heute Abend, trinke ich ja ganz gerne in der letzten Zeit, mag das kicherige Gefühl nach einzwei Gläschen und den Geschmack, untrennbar damit verbunden, dass es was zu feiern gibt – dabei gibt es nichts – ich hab die Kündigung noch nicht mal geschrieben. 

1 Kommentar:

  1. ich hab jetzt einmal petit bateau gesucht. ja, eh sehr süß. vielleicht wäre da mal was dabei für meine k. haha. ein schneeanzug für 106,50 euro, ein baby-kleid für 43,90 euro!! ich überlege, wann ich zuletzt für mich so viel geld für etwas ausgegeben habe. im april war ich in berlin. aber selbst der flug war günstiger ... ich habe jetzt lust auf sekt bekommen und feiere die vernunft des anti-kapitalismus.
    danke übrigens für deine schönen zeilen immer..

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