Samstag, 16. Februar 2013

Alle Romy-Schneider-Filme, Teil 2: Das wilde Schaf, Feuerwerk, Halb elf in einer Sommernacht


Das wilde Schaf (1974)
Ach, ja. Der Film ist mir irgendwie auf die Nerven gegangen, ich hatte es geahnt, weil ich schonmal reingeschaut hatte, als er im Fernsehen lief, und mir die beiden Hauptfiguren, ein Schriftsteller und sein Freund Nicolas, so unsympathisch waren und mich die Grundkonstellation, Schriftsteller animiert Nicolas zum wilderen Leben, auch nicht interessierte. „Sehr reich zu werden, viele Frauen zu bumsen“, so fasst Nicolas seine Ziele mal mit eigenen Worten zusammen; wer jetzt noch Genaueres über die Handlung wissen will, kann auf Wikipedia alles nachlesen. Romy hat als Roberte hier nur eine Nebenrolle als Geliebte von Nicolas und sagt den schönen Satz: „Von meiner Insel geht niemand mehr weg.“ Außerdem gemerkt: Die Getränkebestellung „Cola mit einem Tropfen Milch und einem Schuss Tomatensaft. Scharf.“ – bei Gelegenheit mal ausprobieren.

Feuerwerk (1954)
Ist das süß! Ein Häuschen...

Romys zweiter Film. Sie spielt Anna, die durch den Besuch ihres Zirkusdirektorenonkels kurz abgelenkt wird von der Vision, die der zukünftige Herr Gemahl ihr hier vorträllert. Am Ende reicht dann aber doch ein Traum, in dem er sie aus einem Löwenkäfig rettet, um sie zu ihm zurückzuführen. Zwischendrin gibt’s Zirkuseinlagen und jubeltrubelnde Heiterkeit. War ich nicht in der Stimmung für. Wäre ich es jemals? Fragezeichen.

Halb elf in einer Sommernacht (1966)
Uh, ah, die Hauptrolle spielt hier ganz sicher nicht Romy, sondern Melina Mercouri, die ihre Rolle als vieltrinkende Ehefrau, Mutter und Fluchthelferin eines Mörders sehr, sagen wir mal: expressiv anlegt, mit einem ständig und übermäßg bewegten Gesicht, auf dem sich sozusagen die ganze Story abspielt. Romy darf derweil mal wieder als erotisches Element fungieren und ist dementsprechend für Marias Ehemann von Interesse. Der Mörder, den Maria in einer verregneten Nacht vor der Polizei rettet, hat übrigens seine Ehefrau und deren Geliebten umgebracht – sehr sympathisch, findet Maria. Aber kaum lässt sie ihn kurz alleine, bringt er sich um. Aus der Traum vom Ich-hätte-ihn-lieben-können!, und bitte nochmal die dramatische Musik einspielen, bevor sich gegen Ende die Bilder überlagern und niemand mehr weiß, was Maria jetzt träumt und was real ist. War wohl ein Flop an den Kinokassen. Nunja. 

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