Samstag, 23. November 2013

15-23


15
Läuft ja prima, das tägliche Bloggen hier.

16
(Haha.)

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Gelernt, dass man im Islam die fünf Gebete am Tag auch nachholen kann, abends zum Beispiel. Warum also nicht auch Blogeinträge nachholen?

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Fastentage dürfen übrigens ebenfalls nachgeholt werden. Und ein Mann kann sich von seiner Frau scheiden lassen, indem er dreimal „Ich verstoße dich“ zu ihr sagt. Habe ich zumindest gelesen. Inwiefern das wirklich noch so praktiziert wird?

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Fragezeichen.

20
Die Beschränktheit der eigenen Wahrnehmung. Das alte Lied. Der ununterdrückbare Impuls, alles damit zu vergleichen, wie es im Heimatland ist oder wäre. In Deutschland, dem Maß aller Dinge auf Reisen. Wie mich das ankotzt.

21
Ich mag das Hupen, das ständige Hupen, kurz, hallo, hey, hier bin ich, ich komm von rechts, von links, ich überhol jetzt, was soll das, fahr weiter, so ein Hupen die ganze Zeit. Was besser wäre: statt Fotos Geräusche aufzunehmen. Ein paar Soundfiles, sage ich zu D., der „En passant Files“ versteht, worüber wir lachen müssen. Kennst du das, fragt D., wenn man was falsch verstanden hat und in der Sekunde, wenn man nachfragt, es dann doch versteht?

22
Mir mal Gedanken darüber machen, warum ich alle beneide, die schon länger hier sind oder bleiben werden, die einfach mehr Zeit haben in diesem Ausland als ich. Vermutung, dass das wohl weniger mit dem spezifischen Land zusammenhängt als mit dem Wegsein. Unterwegssein. Der Aufregung, die mit dem es-ist-ganz-anders-als einhergeht.

23
„Aber hier leben, nein danke.“

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