Dienstag, 6. Mai 2014

In meinen Lieblingssweater geschlüpft,


den anthrazitfarbenen mit den bunten Fusseln, den ich damals in der Sportabteilung gefunden habe, als ich eigentlich Joggingschuhe kaufen wollte, haha. Wie meine regelmäßig aufwallenden sportlichen Ambitionen mir im Nachhinein immer vorkommen wie ein Witz, stundenlang Yogastudios in der Nähe gegoogelt, Philosophien und Preise verglichen, nie irgendwo hingegangen. Oder mir ausgemalt, wie ich in der Freibadsaison jeden Morgen zum Frühschwimmen radeln werde, konnte schon fühlen, wie erfrischt ich zurückkomme, mit nassem Haar, energiegeladen, bereit für den Tag, es nicht einmal auch nur ausprobiert. Mein Lieblingssweater, für den mir am Ende nie jemand ein Kompliment gemacht hat. Und wie Lena Dunham in einem Interview mal gesagt hat, Schreiben wäre für sie, wie in ihren Lieblingssweater zu schlüpfen. (Oder war das gar nicht sie? Ich kann das Interview online nicht wiederfinden, jedenfalls nicht, wenn ich „Lena Dunham Writing Sweater“ bei Google eingebe.) Und wie ich diesen Gefühlsvergleich nicht vergessen kann, Behaglichkeit und Wärme beim Verfassen von Blogeinträgen. Stattdessen kalte Füße. 

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