Samstag, 17. Mai 2014

Was ich noch zu sagen hätte, dauert eine Schlaftablette

Dialog am ersten Tag auf der neuen Arbeit
Kollegin 1: Du hast aber noch keine Kinder, oder?
Ich: Nein.
Kollegin 2: Oh, ich habe verstanden: Du hast immer noch keine Kinder, oder? So nach dem Motto: Wird aber langsam mal Zeit!
Ich: Finde ich aber auch!
Kollegin 2: Das solltest du am ersten Tag vielleicht nicht so laut sagen!
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Ohrwurm dieser Tage: Au weia, au weia, der Hahn hat keine Eier! Eigentlich lautet der Liedtext natürlich anders.
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Gedacht: Wenn ich in einem Film noch einmal eine Frau selbstvergessen tanzen sehe, und dieses selbstvergessene Tanzen soll etwas über den inneren Zustand dieser Frau aussagen, dann muss ich schreien. Die Frage, wie man über ein Milieu erzählen kann, dem man selber nicht angehört, bleibt indes ungelöst. Ich bin ja auch nicht dafür, dass Mittelschichtskids nur über Mittelschichtskids schreiben oder Filme machen. Aber wenn Mittelschichtskids sich die Unterschicht vornehmen, und da liegen die Eltern dann wieder nur vor dem Fernseher und interessieren sich nicht für ihre Kinder, denke ich doch irgendwie sowas wie: Schuster, bleib bei deinen Leisten.
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Georg Blume berichtet in der ZEIT:
Ach ja, diese weibliche Ungezwungenheit, sich von Kindern nicht alles verbieten zu lassen. Wir sollten wirklich mal erforschen, woran es liegt, dass „Hör gefälligst auf zu rauchen!“ oftmals einer der erste Sätze ist, die Mütter von ihren Kindern zu hören bekommen. Und warum ausgerechnet die deutsche Mutter es nicht schafft, sich von solchen Forderungen zu emanzipieren. Obwohl es doch so wichtig wäre, das zu lernen, der Geburtenrate und unser aller Altersversorgung zuliebe.

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