Samstag, 23. Januar 2016

Wie hell es ist, wenn der Schnee ins Zimmer scheint

Snow crystals from the great snow of 1832, from The New York Public Library 
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Zauberschlaf, ein toller Comic von Aike Arndt, dessen Bücher „Das Nichts und Gott“ und „Die Zeit und Gott“ auch ganz fantastisch sind. Gott sieht darin ein bisschen so aus wie ein Altglascontainer mit Gesicht, ist weder Mann noch Frau, sondern viele, feuert lieber Bäume beim Wachsen an, als Kriege zu verhindern, und sitzt gerne mit Mond bei einem Bier zusammen, wenn Sonne endlich aufgegangen ist („Und sonst, immer noch Ebbe und Flut?“ „Na klar.“ „Und Sterne? Alles okay?“ „Voll!“). Große, unbedingte Empfehlung.
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Schreiben ist ja die Folge davon, dass es keinen Trost vom Nichtverstandenwerden gibt, wie sollte dann also das Schreiben ein Trost sein? Es ist nämlich das Schreiben selbst, dass einen immer weiter hinein in das Verstandenwerdenwollen und das Nichtverstandenwerden hineinführt, und schließlich in das Nochmehrverstandenwerdenwollen und Nochwenigerverstandenwerden: Auf Biegen und Brechen ist es das Schreiben, das in die Vergeblichkeitsspirale hinein­führt. „Man kommt nicht schreibend aus etwas heraus, in das man sich schreibend hineinmanövriert hat“, denke ich und stehe endlich auf, weil es nur bis halb elf Frühstück gibt und es schon halb zehn ist. 
Hinein führt nicht hinaus, ein schöner, kluger, lustiger Text von Ulrike Anna Bleier über eine, die bei einem Literaturwettbewerb keinen Preis gewonnen hat.
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„Wie überfallen Senioren einen Geldtransporter?“ – „Det hab ick mich auch schon gefragt. Also ick könnte det wahrscheinlich nicht, ick hab jetzt auch n gebrochenes Bein, also ick könnte det sowieso nicht.“ 
Zur Alterskriminalität der ehemaligen RAF-Terroristen hat das Dradio Michael Bommi Baumann befragt. 

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